Warum werden Systeme und Netzwerke angegriffen?

Weshalb Systeme angegriffen werden, hängt in erster Linie von den Intentionen der Täters ab.

Die einen sind die "Hacker" und die anderen sind die "Cracker", wobei es bei diesen beiden Gruppen gravierende Unterschiede in ihren Ambitionen gibt. Häufig werden sie in den Medien falsch dargestellt und benannt.

Hacker

Hacker haben einen hohen Wissensstand, sie können Programme schreiben und verstehen.

Ihre Interessen beziehen sich auf den Background eines Systems, sie wollen Abläufe nachvollziehen und suchen nach Löchern und Ursachen im System.

Mit ihrer Arbeit verfolgen sie keine bösartigen Absichten, für sie ist es eher eine Bestätigung ihrer Überlegenheit, wenn sie ein System "knacken".

Aus ihren Erkenntnissen machen Hacker kein Geheimnis, sie werden veröffentlicht. Meist unterrichtet ein Hacker den Administrator vor der Veröffentlichung und gibt ihm auch gleich die Lösung zum "Flicken" des Systems mit.

Cracker

Cracker haben böswillige Absichten.

Sie versuchen, in ein System einzudringen oder es zu beschädigen.

Cracker möchten sich - unberechtigten - Zugriff auf ein System verschaffen, um dort Systemeinstellungen zu verändern oder um sich unauffällig einzunisten, damit auch andere Systeme angegriffen werden können.

Cracker werden in zwei Gruppen unterteilt

Die "Script-Kids": Sie haben relativ wenig Ahnung von der Materie und bedienen sich meist an fertigen Programmen, die zuhauf im Internet zu finden sind.

Die "Cracking Experten": Sie wissen genau, was sie tun. Sie suchen gezielt nach Sicherheitslücken, um sie auszunutzen.