Adware

Als Adware wird eine Art Software bezeichnet, welche automatisch Einblendungen mit unerwünschter Werbung zeigt. Hierfür werden meistens Pop-ups geöffnet.

Adware erhält man des Öfteren durch das downloaden von Freeware. Die Entwickler dieser Freeware nutzen Adware dazu, ihre Entwicklungskosten zu refinanzieren oder gar noch Gewinn mit ihrer “kostenlosen“ Software zu erzielen. Der Großteil dieser werbeunterstützten Anwendungen informiert auch nicht über die Installation von Adware, außer durch eventuell versteckte Hinweise in der Lizenz.

Meistens ist Adware harmlos und durch die Werbung höchstens nervend. Es gibt aber auch Fälle, wo sich die Adware auch gleichzeitig als eine Art Spyware entpuppt und den User nebenbei ausspioniert. Somit kann es z.B. auch vorkommen, dass die Adware auch des Users Surfgewohnheiten verfolgt.

Entfernen lässt sich eine Adware vom System oft nur sehr schwer. Das einfache Löschen kann dazu führen, dass auch die eigentliche Anwendung, mit welcher die Adware installiert wurde, beschädigt oder gar gelöscht wird. Ob Adware auch als Spyware fungiert, lässt sich zumindest via Firewall feststellen, da es die Sendeversuche der Adware unterbinden würde.

Spyware

Spyware ist eine Software, meist jedoch keine eigenständige, sondern kommt oft als Anhängsel (Spion) an Anwendungen daher. Sie soll jedoch keinen Schaden auf einem befallenen System anrichten, sondern eher Informationen über die ausspionierte Person auftreiben:

  • Was hat der User für Vorlieben?
  • Was für Interessen?
  • Was für ein Kaufverhalten hat er?
  • Wo surft er gerne im Netz?
  • Welche Programme werden vom User genutzt?

Die Informationen werden an einen Anbieter im Netz gesendet. Dort werden sie in großen Datenbanken gesammelt. Auf diese Weise lässt sich ein Profil des Users erstellen, welches dann für Werbezwecke genutzt werden kann.

Dies alles geschieht meist hinter dem Rücken des Users, es sei denn, er willigt dem Ausspionieren unbewusst zu. Bei der Installation von einigen spywarebehafteten Anwendungen wird teilweise per EULA (End User License Agreement) vorgeschrieben, dass die enthaltene Spyware nicht entfernt werden darf, sonst macht man sich strafbar. In anderen Fällen kann es sogar vorkommen, dass Anwendungen nach dem Entfernen ihrer enthaltenen Spyware den Dienst quittieren.

Das entfernen von Spyware ist jedoch auch gar nicht so einfach, schließlich muss man sie erst mal ausfindig machen. Sie wird nämlich auch von prominenten Anbietern verwendet. So zum Beispiel vom Windows Media Player (nicht aggressiv), so wie auch der RealPlayer unter Verdacht steht, Spyware zu enthalten. Des Weiteren ist eine Tauschbörsen-Software im Allgemeinen ein beliebtes Ziel von Spyware als auch einige Virenprogramme Spyware- Ziele sind.

Einen sicheren Schutz gegen Spyware gibt es nicht wirklich. Umsichtiges Surfen und eine Firewall sind aber ein guter Anfang. So sind etwa unsichere Downloadquellen zu meiden und die Firewall wird den User über unerwünschte Sendeversuche von Anwendungen ins Netz informieren und selbige unterbinden. Ein Problem tritt jedoch auf, wenn das so genannte Wirtprogramm selbst eine aktive Internetverbindung benötigt. Mit etwas Glück und Geduld kann man jedoch auch in einigen Foren erfahren, ob eine Anwendung spywarebehaftet ist oder nicht.